Manchmal lohnt sich auch ein Blick über den Tellerrand. Denn auch wenn ich in der letzten Zeit vermehrt der Xbox One Fanbase angehöre, beneide ich seit gestern auch Besitzer einer PlayStation 4. Denn diese kommen seit gestern auch in den Genuss eines Erlebnisses in der virtuellen Realität. Die einzige Voraussetzung hierfür ist die PlayStation VR. Mein guter Kumpel Mark konnte sich ein erstes Exemplar sichern und hat mir seine Gedanken in Schriftform mitgeteilt. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Marks PlayStation VR Erfahrung

Heute war der Tag auf den ich seit meiner Kindheit gewartet habe. Zumindest im Bereich der Videospiele. Heute kam endlich mein VR Headset samt der neuen PS 4 Kamera an. Die Vorfreude war wirklich enorm! Der Anschluss ging recht einfach von der Hand. Es wird eine Box zwischen PS 4 und TV geklemmt, die dann noch über ein externes Netzteil mit Strom versorgt wird.
Sie ist dafür da das Signal zum TV durch zu schleifen und es ist auch die Steuereinheit der Brille. Nach dem alle Kabel verstaut waren konnte ich endlich in die Virtuelle Realität abtauchen.

Ich hatte vorher nur einmal das Vergnügen VR von Ocolus Rift auf der Gamescom 2015 zu testen. Damals war ich schon sehr angetan obwohl mir bei EVE Valkyre auch etwas schlecht wurde.
Aber zurück zum Start meiner VR zwei Jahre später. Der Tragekomfort und die Einstellung sind wirklich hervorragend. Sie ist nicht schwer und passt sich gut dem Kopf an. Sie schirmt auch alles zu 100 Prozent ab, so das nichts an Licht nach innen dringt. Den Sound habe ich über eine 7.1 Anlage gehört. Die mitgelieferten Kopfhörer sind nur kleine In-Ears wie man sie vom Handy kennt.
Angefangen habe ich mit Playroom VR. Dort wählte ich eine Art Jump N Run aus. Als es losging und sich das Level um mich herum aufgebaut hat, war ich einfach nur sprachlos. Man steuert diese kleine Figur und ist mitten im Level drinnen! Es erinnerte mich daran wie ich zum ersten Mal Mario 64 gespielt habe! Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen wie immersiv das Ganze ist. Das Spiel an sich ist, wenn man es auf das Gameplay reduziert, bestimmt nichts neues oder Innovatives. Aber wie es passiert ist definitiv Innovativ und habe ich so auch noch nie erlebt!

Danach bin ich zur mitgelieferten Demo übergegangen. Dort habe ich mit The Heist angefangen. Diese Demo reduziert sich auf einen Virtuellen Schießstand. Es demonstrierte ganz gut wie genau die Move Controller erkannt werden. Ansonsten nichts Berühmtes.

Drive Club VR war die nächste Demo die ich mir angeguckt habe. Man hat wirklich das Gefühl das man in einem Sportwagen sitzt und ich fand es irgendwie sogar komisch das man keinen Neuwagengeruch wahrnimmt. Wenn man dann aber mal los fährt ist das schon sehr komisch. Dabei bekam ich auch eine Motion Sickness, da es wirklich unangenehm ist wenn sich alles um einen rum schnell bewegt und wenn man über einen Hubbel fährt man still sitzen bleibt. Wobei ich auch jemand bin der noch keine zwei Sätze im Auto lesen kann ohne das Ihm schlecht wird.

Dann war ich noch auf Tauchgang mit Ocean Descent. Ich schwebte in einem Käfig Richtung Meeresboden. Man macht nichts außer zu gucken. Aber es ist eine interessante Demonstration und doch recht entspannend. Danach hatte ich auf Arkham VR Lust. Ohne die Story zu spoilern geh ich nur auf den für mich beeindruckendsten Teil ein. Das war die Stelle an der ich mit dem Fahrstuhl in die Bathöhle runtergefahren bin. Da stand mir der Mund offen. Ich kann es auch einfach nicht beschreiben. Es war einfach nur cool und Wow! Die Qualität der Grafik ist auch im Gegensatz zu den Demospielen und Playroom um ein wesentliches besser! Manche Szenen sehen gefühlt auch auf dem Fernseher nicht besser aus! Ich möchte generell jetzt nicht zu sehr auf die Spiele eingehen, sondern nur auf meinen Eindruck der VR.

Zu guter Letzt habe ich mir noch die Resident Evil The Kitchen Demo reingezogen. Sie ist sehr kurz, aber hat es in sich. Mein lieber Mann! Das war schon sehr beklemmend und fies! Nach diesen ersten Stunden mit VR bin ich bis jetzt wirklich begeistert! Wobei auch noch in einigen Bereichen Luft nach oben ist. Man merkt schon hier und da, dass das alles noch neu ist. Die Grafik der Spiele ist teilweise wirklich nicht so hübsch. Wobei man das auch schnell ignoriert, da man einfach von der VR begeistert ist. Jetzt fehlt es eigentlich nur an wirklich genialer Software die über Walkingsimulation hinaus geht. Denn irgendwann ist die Erstbegeisterung von VR weg und es müssen die Knallerspiele her. Potenzial ist auf jeden Fall eine Menge vorhanden und macht Lust auf mehr!Wohin die Reise geht kann ich mir zurzeit auch noch kaum vorstellen. Es ist kein Ersatz für das klassische Spielen, vielmehr eine Erweiterung die richtig eingesetzt eine goldene Zukunft haben kann!

Aber nach ein paar Stunden Spielzeit mit kurzen Pausen war mir auch ein wenig übel. Ich denke es liegt auch einfach daran das es was ganz Neues ist und man sich einfach nur dran gewöhnen muss.
Noch kurz zum Abschluss. Ich konnte es mir auch nicht nehmen lassen mal eine Blu-Ray rein zu legen. Und das ist ein sehr cooles Feature. Man meint, dass man im Kino sitzt! Die Größe ist auch in drei Stufen einstellbar. Die Qualität ist überraschend hoch! Ich werde mir auf jeden Fall einige Filme damit anschauen!Mark

Wenn ihr die gleichen PlayStation VR Erfahrung wie Mark erleben wollt, dann schaut doch mal bei Amazon vorbei. Aktuell ist die PlayStation VR dort zwar ausverkauft, aber sie sollte wieder zügig für einen Preis von 399 Euro verfügbar sein.

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